Es war vor langer Zeit, da trafen sich Bär und Küchenschabe auf einer Waldlichtung und hatten einen smaltalk (auch,wenn dieses Wort erst einige Jahrhunderte später in Mode kam). Der Bär prahlte, wie üblich mit seiner Kraft und auch damit, dass die Menschen, die immer zahlreicher wurden und aus den Höhlen in Städte umzogen, wo sie sich Häuser bauten. Das wußte die Schabe längst. War sie doch dort täglich zu Besuch, um etwas Freßbares zu finden. Dann prahlte der Bär, das die Menschen diesen Ansammlungen häßlicher kleiner Behausungen Namen geben würden. Sie hatten schon mehrere nach ihm benannt, wie Beerheide, Berlin usw. Da hatte er bei der Schabe den wunden Punkt getroffen. Nach ihr war noch nix benannt worden, na bis auf Schwaben, aber das galt nicht, denn da war noch ein "W" dazugeraten. Die Schabe begann nun bitterlich zu weinen. Da tat es dem Bären wieder leid, dass er so dick augetragen hatte und er versprach der Schabe zu helfen. Nach einigen Jahren war es dann soweit. In der Nähe bildete der Fluß Aare eine schöne Insel. Dort hatte sich eine Horde dieser affenähnlichen Geschöpfe niedergelassen, hatte begonnen Behausungen zu bauen und Brücken, damit sie über den reißenden Fluß kamen. Doch sie hatten noch keinen Namen für diese Ansammlung stinkender, kleiner Lehnhütten. Eines Abends beim täglichen grillen am feuer schlug derHäuptling Bodo der anwesenden Sippe vor, die Stadt nach jenem Tier zu benennen, das er am folgenden Tag zuerst erlegen, sprich töten würde. Das hörte eine Tante unserer Küchenschabe und rannte zu ihr, um es ihr zu erzählen. Die Schabe fragte nun den Bären, ob er ihr, wie versprochen helfen würde. Er hielt sein Vertsprechen. Als der Bodo am nächsten Morgen seinen Speer nahm und zum Jagen aufbrechen wollte, kam derBär plötzlich hinter einem Baum hervor, stellte sich auf die Hinterbeine und brüllte. Dieser 3m hohe brüllende Koloß erschreckte Bdo so, dass er einen plötzlichen Schritt nach vorn machte. Das hatte die Schabe bemerkt, die schon den ganzen Morgen gewartet hatte. Sie sprintete los und dann tönte ein lautes Knacken vom plötzlichen Ende der Schabe. Doch, wie die Menschen nun einmal sind, Bodo, der noch ungläubig seine Schuhsohle betrachtete, hielt nicht Wort und nannte die Stadt Bern, obwohl er den Bär erst nach dem traurigen Ende der Schabe mit nur einem Speerwurf erlegte. Ja liebe Kinder, was sagt uns das? Menschen lügen am meisten vor der Wahl, während des Gschlechtsverkehr und nach der Jagd.So zumindest sagt Bismark, der eisener Kanzler im wilhelminischen Deutschland Wer will auch schon nach einer Küchenschabe benannt werden.
Marianne gern die Peitsche schwingt, der Dschaeggl dann im Viereck springt
Die Petra ist so weri schön, möchte täglich mit ihr in Keller gehn
Der Nicu riecht nach teurem Duft, in seinem Zimmer kriegste kaum noch Luft