Bevor klaus in den frühen 70er jahren des letzten jahrhunderts geboren wurde stritten sich seine eltern um den namen den sie dem kind geben würden. Frau hessa war für klaus peter, weil ihr vater peter hieß und herr hessa war für klaus dieter, weil sein reicher onkel im westen dieter hieß und man auf mehr pakete aus dem westen spekulierte. Da man sich trotz nächtelanger streitereien nicht einigen konnte, einigte man sich nach zwei flaschen goldbrand auf ein einfaches klaus. Da fragte frau hessa ketzerisch: "und was, wenn es ein mädchen wird"? das hätte sie besser nicht gefragt, denn herr hessa schrie sie an: "biste blöd, ich mache doch keene büchse!" frau hessa fing an zu weinen, doch herr hessa war nun warm und schrie weiter: "nich noch ′ne heulsuse im haus" und schon war ein mädchenname gefunden: susie. Aber das kind was frau hessa gebahr war ein junge und was der für ein choleriker vor dem herrn werden würde, konnte man ihm sofort ansehen. Das kleine gesicht war zur faust geballt, die zähne streng nach hinten gekämmt. "wie der alte" dachte frau hessa und hätte ihn am liebsten zurückgeschoben. War es nun fehlende mutterliebe oder der einfluß seines jähzornigen vaters, der kleine klaus zerlegte im ersten jahr drei laufgitter und zwei massive wickelkommoden bei wutausbrüchen, in welche er regelmäßig geriet, wenn sein brei nicht genau temperiert war oder zuviel möhre und kein fleisch enthielt. Auch sein vater haßte gemüse und warf mit besteck und töpfen, wenn er nicht seine tägliche fleischration vorgesetzt bekam. Richtig schlimm wurde es, als klaus in den kindergarten kam. Frau schwabe war die einzige kindergärtnerin, die klaus in seiner nähe duldete, ohne sich in irgenetwas zu verbeißen oder die einrichtung zu zerlegen. Dutzende kinderpsychologen wurden konsultiert, doch keiner konnte wirklich helfen. Die um ihr mobiliar besorgten fachidioten beobachteten klaus durch eine panzerglasscheibe vom nachbarraum aus, wie klaus binnen weniger minuten eine hochroten kopf bekam, schrie, was seine lungen hergaben und mit seinen kleinen händen, füßen und zähnen alles zerlegte, was von ihm erreicht wurde. Nach den bildern, die oben an der wand hingen, warf er mit den teilen der gegenstände, die er zuvor zerlegt hatte. Er brachte es dabei zu erstaunlichen fingerfertigkeiten und bediente sich sämtlicher tricks. Wenn er sich verletzte, was recht oft vorkam, wurde er noch wütender und zerstörte noch gründlicher. Die mediziner hatte einen schweren grad des habitus destruktivus diagnostiziert. Es wurde etwas besser nach dem klaus in die schule kam. Voher hatten seine eltern fünf mal umziehen müssen, weil klaus einen abenteuerspielplatz, einen kleineren tierpark, sowie eine minigolfanlage fast atomisiert hatte. Jedoch richteten sich seine aggressionen niemals gegen lebewesen. Jedoch muß man zugeben, dass klaus die anderen kinder ängstlich und verstört machte und ihm niemand näher als 3m kam. Doch dieser abstand reichte meist nicht. Klaus konnte hervorragend werfen. Zeitig begannen sich die streitkräfte für den miniterminator zu interessieren. So dass ihn schon im kindergarten herren in uniform aufsuchten, die aber schnell wieder verschwanden, als ihnen ein komplettes klettergerüst entgegenflog und hinter ihnen die wippe einschlug. Einzig frau messerschmidt, seine lehrerin in der 1a schien eine beruhigende, ja fast hypnotisierende wirkung auf klaus zu haben. Frau m. hatte früher mit streetfights ihr BAf&Öuml;G aufgebessert und es weilten einige ihrer gegner nicht mehr unter den lebenden. Hinter vorgehaltener hand wurde sie wildsau-trudi genannt. Sie konnte 100 kilo typen mit ihrer linken riesenpranke den kehlkopf zerdrücken, während sie sie mit der rechten am rückrat aufriß, wie einen reißverschluß. In ihrer gegenwart wurde jeder lammfromm und handzahm. Klaus wurde zum verbalen terminator und fluchte mächtig drauflos. In der dritten klasse tauschte er mit günther. Er vergaubelte seine matchboxsammlung, zu der immerhin klaus lieblingsferrari und zwei motoräder gehörten gegen ein klappmesser aus italien. Das war kurz nach seinem zehnten geburtstag und von da an hieß er klappmesser-klaus Das wurde sein ganzer stolz. Immer wenn ihn jemand zur weißglut trieb, holte er es hervor und fuchtelte damit herum. Dazu schrie er dinge wie: "ich stech dich ab wie′n schwein", "halt′s maul oder ich schlitz dich auf, du drecksack" oder "ich rasier dir den popo, arschgesicht". Das hatte er zum direktor gesagt und ihn 5min im schwitzkasten gehalten. Danach flog er von der schule. Aber klaus ist ein feiner kerl und guter freund. Auf klaus ist verlaß und er hilft immer. Wenn du klaus fragst: "Eh klaus ich brauche 200,-€" rennt der noch am selben abend zum geldautomaten. Als klaus auch keine lehrstelle bekam und ständig zum arbeitsamt musste und ihn die sachbearbeiter dort mächtig reizten, wurde es wieder schlimmer mit klaus. Man braucht nur das wort "arbeit" oder "amt" erwähnen, dann rastet klaus völlig aus und schreit rum: "die kill ich, die sesselfurzer, ich mach aus denen beamtenjagdwurst!" Wir machen uns manchmal einen spaß und sagen: "klaus, deine arbeitsvermittlerin hat angefufen, du sollst auf′s amt kommen!" dann fuchtelt klaus mit seinem klappmesser rum und schreit wilde drohungen über den hinterhof. Er hat inzwischen ein neues klappmesser. Das alte von günther steckt in der tür auf dem arbeitsamt zimmer 18 für die buchstaben M-P, weil klaus müller heißt und sein messer nach frau schrader geworfen hat, die die 1200 arbeitslosen mit namen müller der stadt betreut.